Wie Frauen selbstbewusster werden

Amanda Seyfried, u.a. berühmt geworden durch die Teeny-Kommödie „Girls Club – Vorsicht bissig“ sagt:
„Du bist Okay. Es ist fast schon krankhaft, wie viele denken, sie seien es nicht. Das ist auch der Grund, warum viele so große Probleme in Beziehungen mit ihren Liebsten und Freunden haben. Wo ist unser Selbstwertgefühl und warum können wir es nicht in uns selbst finden? Wir sollten nicht nach anderen schauen, um uns gewollt zu fühlen.“ [vip.de]

Idealbild und Selbstbild im ständigen Widerspruch

Bei Frauen hat Selbstbewusstsein in unserer Kultur sehr stark mit Aussehen und Körper zu tun. Für Mädchen ist es weniger akzeptabel, im Dreck zu spielen oder mit verlausten Haaren herumzulaufen als für Jungen. Die Barbiepuppen, die „Fantasy Model“ Kinderzeitschrift und die überall präsente Werbung suggerieren ein Idealbild von Schönheit, das in der Realität gar nicht erreichbar ist. Die Körperproportionen einer Barbiepuppe sind völlig unnatürlich und die Models in den Medien sehen so aus, weil sie mit großem Aufwand geschminkt und „gePhotoshopped“ werden. Kein Pickel, keine Rötung, ideale Proportionen, top Frisur und Outfit – ein perfektes Äußeres stehen neben dem eigenen Bild im Spiegel.

Du bist ok? Ich nicht.

Nur wenige erwachsene Frauen nehmen ihren Körper so an, wie er ist. Und die meisten Frauen würden es nicht wagen, andre so zu kritisieren, wie sich selbst. Die meisten Menschen, insbesondere Frauen, sehen viel mehr ihre Schwächen und „Problemzonen“ als ihre Schwächen oder ihre Schönheit.

Wir sind nie genug

Es klänge geradezu komödiantisch wenn man zuhört, was alles nicht stimmen soll, würde dahinter nicht so viele persönliches Leiden stecken: Die eine Frau ist klein und trägt deshalb hohe Schuhe, die andere findet sich zu groß und duckt sich oft etwas, um kleiner zu erscheinen. Die meisten Frauen finden sich zu dick, andere mögen sich mit ein paar Kilo über Idealgewicht viel mehr. Die einen lassen sich operativ ihre Brüste vergrößern. Eine Klientin von mir litt an Bulimie und war depressiv, weil sie dachte, dass Männer sie nur wegen ihrer großen Brüste interessant finden. Sie fühlte sich allein und hätte sie am liebsten verkleinern lassen. Einige Frauen finden sich hässlich und lassen ihr Gesicht für tausende Euro operieren, andere würden ihre Schönheit lieber aufgeben, um nur noch Menschen anzuziehen, die sie aufgrund ihrer Persönlichkeit mögen.

Dahinter steht ein „nie genug sein“ können.

Raus aus der Falle

Vieles dreht sich um Äußerlichkeiten und es ist nahezu unmöglich, fremden und eigenen Idealen zu genügen. Wie kommt man aus dieser Falle heraus?

Mal anders betrachtet

Diesen Druck, extrem schlank und immer schön sein zu müssen lasten sich Frauen jedoch meist selbst auf, so die Persönlichkeitstrainerin und Autorin Julia Sobainsky. „Frauen, die sich dem gängigen Schönheitsdruck beugen, vergessen meist: Fünf Kilo weniger machen nicht automatisch attraktiver“, sagt Sobainsky.

„Der Fokus sollte darauf liegen, sich selbst so zu nehmen, wie man ist und das zu zeigen.“ 

[Huffington Post].

Warum soll es bei Frauen immer nur um’s Aussehen gehen? Als Mensch haben wir eine Unsumme an Eigenschaften, Fähigkeiten und Werten, die uns für andere wertvoll machen. Und auf einer tieferen Ebene ist überhaupt keine Eigenschaft notwendig, um uns als Mensch wertvoll zu machen.

Um sich selbst anzunehmen, müssen wir falsche Ideale über Bord werfen und die Dinge sehen, die für uns selbst wichtig sind.

#PaulaliebtDich – Bewegung für mehr Selbstliebe

Objektiv betrachtet

Tatsächlich belegen Studien, dass attraktive als auch große Menschen erfolgreicher sind und höhere Einkommen erzielen. Doch neuere Erkenntnisse legen nahe, dass der eigentliche Erfolgsfakor ist, dass Größe und Aussehen selbstbewusster machen. Also es ist nicht das Äußerliche sondern der glaube, dass man besser ist, wenn man schöner ist, gibt dann ein selbstbewussteres Gefühl und nur DAS macht erfolgreicher.

Der bessere Mann sein

Die Frauenbewegung der 60er und 70er Jahre war sicher ein wichtiger Schritt in Richtung Befreiung und Gleichstellung von Frauen. Doch wenn Emanzipation heißt, dass Frauen stets stark sein müssen, ihre Leistung messen, sich durchsetzen, ihre Führungskarriere machen, ihre Familie managen, ist das dann nicht die Verwirklichung männlicher Werte? Müsste nicht inzwischen eine Frauenbewegung stärker weibliche Werte wie Liebe, Harmonie, Entwicklung von Kindern, Leben mit der Natur in unserer Gesellschaft „durchsetzen“?

Den eigenen Kern leben

Echte Emanzipation würde bedeuten, dass Frauen ihre ureigenen Werte kennen, einbringen und dafür Anerkennung bekommen. Aber auch was diese Werte angeht leben wir, Männer wie Frauen, in einer Welt falscher oder unreflektierter Ideale. Es ist an der Zeit, dass gerade Frauen ihre eigenen Visionen finden und leben. Eher nicht im Sinne von durchsetzen sondern in Form einer klaren Ausrichtung und dem selbstbewussten einfordern, so leben zu können wie es ihrem inneren Wunsch entspricht.

Wie Sie selbstbewusster werden

Als Erstes sollten Sie zu Ihrer Identität als Frau stehen. Selbstbewusstsein ist nicht, sich zu verstellen sondern authentisch zu sein. Als Fachfrau oder Führungskraft können Sie als Frau auf Ihre Autorität zurückgreifen, die Sie in sich tragen und jede Mutter hat. Da ist keine Notwendigkeit des falschen Kopierens.

Damit Sie wirklich zu sich stehen können ist es wichtig, dass Sie sich selbst kennenlernen: „Wer bin ich?“, „Wer will ich wirklich sein?“ und „Was ist mir wichtig?“ sind da zunächst die wichtigsten Fragen. Wenn Sie genau wissen, wer Sie sind, dann sind Sie sich selbst bewusst. Und dann können Sie sich auch klar abgrenzen.

Darüber hinaus ist es wahrscheinlich wichtig, dass Sie Ihre Schlüsselsituationen emotional bereinigen. Z.B. die Begegnung mit Autoritätspersonen, wo oft Gefühlsmuster zu Tage treten, die gegenüber dem Vater entstanden sind. usw.

Für diese beiden Themen habe ich das Selbstbewusstsein Online-Training entwickelt.

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Nochmal zu den Äußerlichkeiten

Attraktivität wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich empfunden. Ob eine größere, breitere oder schlanke, spitze Nase attraktiv wirkt, hängt von Kulturkreisen und der persönlichen Prägung des Betrachters ab. In Afrika gelten schlanke Frauen als deutlich weniger attraktiv als „üppigere“. In Japan gelten bei Frauen kleine Füße in dem Maß als attraktiv, dass Frauen sie phasenweise einbinden, damit sie nicht zu sehr wachsen. In anderen Kulturen ist die Fußgröße völlig egal. Müssen Frauen wirklich solchen willkürlichen aber kulturell geprägten Idealen folgen?

Mir fällt auch immer wieder auf, dass Menschen allgemein ihr Aussehen auf ihre Gene und ihr Gewicht zurückführen. Wenn ich die Attraktivität von Menschen betrachte wird mir klar, dass Attraktivität viel mehr mit der inneren Haltung zu tun hat, als mit erblicher Veranlagung. Es ist nicht wichtig, ob die Nase groß oder klein, das Kinn so oder so ist. Viel wichtiger ist, welche emotionale Ausstrahlung jemand hat und wie gesund er erscheint. Depression, unterdrückte Gefühle, Lethargie usw. verändern unsere Gesichtszüge negativ. Wenn die Augen leuchten und der Mund lächelt, entsteht Sympathie und auch Attraktivität. Durch ein Gefühl von innerer Kraft entsteht eine aufrechte Körperhaltung und natürliche Körperspannung. Wer sich und seinen Körper liebt, ernährt sich gesund und bewegt sich. Die Haut ist gesund und dadurch werden wir attraktiver.

Der weg zu mehr Attraktivität ist also, zu sich zu stehen, selbstbewusst zu sein, Freude zu entwickeln und zu leben, seinen eigenen, begeisternden Weg zu finden, liebevoll mit sich und allen Aspekten von sich selbst umzugehen, also auch mit dem Körper.

 

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