Selbstbewusster werden ohne Schatten

Mehr als die Hälfte der Menschen fühlen tief in sich einen Mangel an Selbstbewusstsein. Manche kompensieren das durch um so stärkeres Auftreten nach außen, manche können oder wollen das nicht. Sie sind schüchtern, trauen sich nicht, Forderungen zu stellen oder ihre Anliegen durchzusetzen. Fast alle Menschen streben danach, selbstbewusster zu werden. Doch stimmt das wirklich?

Viele leiden an einem Mangel an Selbstbewusstsein, weil sie es unbewusst ablehnen. Oder weil sie nicht wissen, wie sie es schaffen und Selbstvertrauen nur vortäuschen. Lesen Sie, wie Sie diese Fallen vermeiden können.

Falle 1: andere abwerten

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Selbstbewusstsein stärken oder Schattenseiten stärken?" width="225" height="300" srcset="http://selbstbewusster-werden.org/wp-content/uploads/Fotolia_82666739_XS_MannPodest_snaptitude-225x300.jpg 225w, http://selbstbewusster-werden.org/wp-content/uploads/Fotolia_82666739_XS_MannPodest_snaptitude-17x22.jpg 17w, http://selbstbewusster-werden.org/wp-content/uploads/Fotolia_82666739_XS_MannPodest_snaptitude-113x150.jpg 113w, http://selbstbewusster-werden.org/wp-content/uploads/Fotolia_82666739_XS_MannPodest_snaptitude.jpg 300w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /> Selbstbewusstsein stärken oder Schattenseiten stärken?

Wenn Menschen missachtet oder schlecht behandelt wurden, Erfahrungen des Verlierens gemacht haben, entstehen leicht innere Glaubenssätze wie „Ich bin Nichts.“, „Ich bin nichts wert.“, „Ich werde immer von anderen unterdrückt.“ oder „Ich bin ein Verlierer.“. Wer dann noch den Partner verliert, arbeitslos ist oder einsam ist, fühlt sich verständlicherweise schlecht. Das Selbst ist „angegriffen“.

Das angegriffene Selbst will sich retten und aufwerten. Und wenn man schlecht von sich selbst denkt, dann geht das nur über das Abwerten anderer.  Wer andere aber abwertet erntet Missachtung und Angriffe von den seinen Mitmenschen. Und die reduzieren das empfundene Selbstbewusstsein empfindlich.

Tappen Sie nicht in die Falle, erkennen Sie stattdessen ihren eigenen Wert und steigern Sie Ihr Selbstwertgefühl.

Falle 2: In Parallelwelten leben

Wer arbeitslos ist, einen schlechten Job hat, wen seine Familie oder Freunde schlecht behandeln, der kann vielleicht in einer „Parallelwelt“ etwas erreichen, das ihm das Gefühl gibt, anderen überlegen zu sein.

In Videospielen kann man leicht gewinnen, weil man ein eingeschränktes Feld an Konkurrenz hat. Wer ein großer Avatar in World of Warcraft ist oder in den Top 100 der Spieler bei Counterstrike,  kann damit natürlich ein spezifisches Selbstbewusstsein aufbauen. Im Alltag aber wird ihm das wenig helfen.

Auch in der spirituellen Szene gibt es solche Effekte. Die anderen sind profan und materiell, nur ich lebe spirituell und fühle mich deshalb überlegen. Vielleicht hat der andere mehr Geld oder hat eine tolle Ehe. Aber wer glaubt „ich bin in meiner Entwicklung weiter als Du“, kann sich dann wieder überlegen fühlen. Spiritualität ist etwas sehr wertvolles und die Welt braucht mehr davon. Man kann sie jedoch auch benutzen, um sein angeschlagenes Selbstvertrauen durch ein letztlich sehr unspirituelles Überlegenheitsgefühl künstlich zu vergrößern.

Werden Sie sich deshalb klar darüber, was für Sie im Leben wichtig ist und streben Sie danach. Weichen Sie nicht auf Parallelwelten aus, um etwas zu kompensieren. Sondern verändern Sie Ihr Gefühl zu sich selbst und lernen Sie aus den Niederlagen, wie Sie erfolgreich werden können.

Falle 3: der Großkotz, der nicht liefert

„Großkotzigkeit finde ich viel schlimmer (als z.B. Schüchternheit) und da steckt auch immer mangelndes Selbstbewusstsein hinter.“     aus einem Forum.

Wir alle kennen Menschen, denen wir überzogenes Selbstbewusstsein zuschreiben und die wir ablehnen, weil sie von sich eingenommen oder Angeber sind. So jemand wollen wir auf keinen Fall sein. Gibt es also ein zu viel von Selbstbewusstsein?

Mit einem Schuss Humor schreibt die Berner Zeitung, Frauen seien heute oft „Selbstbewusstseinsbestien“, die Sex einfordern und damit Männer in die Defensive drängen [BZ]. Forderungen stellen ist ein Ausdruck von intaktem Selbstbewusstsein. Wenn sie überzogen oder egoistisch sind, kommen sie aber eher aus einem Kompensationsverhalten als aus echtem Selbstwertgefühl und Selbstliebe.

„Portugal strotzt nur so vor Selbstbewusstsein“ titelt die Welt vor dem Gruppenspiel bei der WM 2014 in Brasilien. Portugal verlor 0:4 gegen die deutsche Nationalelf. „England ist selbstbewusst wie lange nicht mehr“ steht in der Presse. Das Ergebnis: raus in der Vorrunde.

Wir kennen das nicht nur aus dem Sport, falsches Selbstbewusstsein kann sich genauso schlimm für uns selbst auswirken wie kein Selbstvertrauen.

Falle 4: Glaube an Übermenschen

Die meisten Menschen neigen dazu, andere höher anzusehen als sich selbst. Wie eine Studie zeigt, schreiben wir anderen im Durchschnitt auch ein höheres Selbstbewusstsein zu, als diese Menschen sich selbst. Tief drin haben wir alle immer wieder Selbstzweifel, manche leben diese, manche überspielen sie und ein paar wenige haben ein echtes, tief sitzendes Selbstbewusstsein und Urvertrauen, durch das die Zweifel zwar kommen aber keine große Rolle in ihrem Leben spielen.

Wenn wir uns mit anderen vergleichen sollten wir uns bewusst machen, dass es keine Übermenschen gibt. Menschen, die unserer Ansicht nach ein traumhaftes Leben führen haben sogar Selbstmordgedanken, so z.B. George ClooneyBrooke Shields und auch Charaktere, denen man das gar nicht zuschreiben würde wie Dieter Bohlen. Bohlen bezeichnet heute die Ferrari und Bentley die er gefahren hat als „Ersatzbefriedigungen für geschundene Seelen“ [Welt]. Albert Einstein hat erst mit 3 Jahren angefangen zu sprechen und seine Eltern hielten ihn deshalb zunächst für zurückgeblieben.

Mangelndes Selbstbewusstsein kann auch eine starke Motivation sein, etwas in seinem Leben zu ändern. Viele berühmte Persönlichkeiten berichten von einem geringen Selbstwertgefühl in ihrer Gesundheit oder Jugend, z.B. Sam Riley, Adriana Lima, Nicole KidmanTom Cruise oder Tyra Banks. „Der Graf“, Sänger von Unheilig sagt, er hatte lange kein Selbstbewusstsein. Er sagt, er ist mit dem Gefühl groß geworden, immer etwas falsch zu machen. Er habe bis vor 3 Jahren (vor 2014) kein eigenes Selbstbewusstsein gehabt:

Wir sollten nicht versuchen, ein Übermensch zu sein oder so zu tun als wären wir einer.

Wenn wir also Rückschläge erleiden und an uns zweifeln, dann akzeptieren wir das doch als ganz natürlichen Teil unseres Lebens und denken wir daran: so geht es allen. Wir dürfen uns trotzdem respektieren, annehmen, sogar uns selbst lieben.

Falle 5: der Dominator

Wer hasst es nicht, wenn er von anderen unterdrückt wird? Unser Unterbewusstsein unterscheidet nicht wirklich zwischen uns und anderen. Es stellt sich quer, wenn wir versuchen, zu so jemand zu werden.

Wir alle wollen angenommen und respektiert werden. Wenn wir gesteigertes Selbstbewusstsein mit der Vorstellung verbinden, dass wir selbst zu einem Unterdrücker oder A… werden, werden wir stets auf der Stelle treten, wenn wir versuchen, selbstbewusster zu werden.

Wenn wir kein positives Selbstbild haben, dann können wir auch kein Selbstbewusstsein entwickeln. Widmen Sie sich daher Ihrem eigenen Selbstwert und lernen Sie, selbstbewusster zu werden.

Falle 6: vortäuschen und sich allein am Urteil der Umwelt messen

In Internetforen werden viele Tipps gegeben, wie man angeblich selbstbewusster werden kann. Sehr oft liest man dort, man soll sich einreden dass man toll ist oder einfach so tun als ob man selbstbewusst sei.  Mädchen schreiben oft auch, man auch immer wieder sagen dass man gut aussieht.

Solche oberflächlichen Veränderungen bringen jedoch kein echtes Selbstbewusstsein. Und sie hinterfragen auch nicht die Umwelt, z.B. das Schönheitsideal mit dem man sich konfrontiert fühlt.

Echtes Selbstbewusstsein ist, seine eigene Sicht auf sich und das Leben zu haben. Die Sichtweisen und das Feedback der Umgebung als Hinweise aufzunehmen aber sich nur den Werten zu unterwerfen, die auch die eigenen sind.

Falle 7: nicht mehr lernen

John will immer gut da stehen. Deshalb muss er immer so tun, als könne er alles. Wenn er mit Dingen konfrontiert wird, die er nicht kann, meidet er sie oder täuscht notdürftig vor, dass er das alles weiß und kann.

Das Problem ist nur: ab diesem Moment bleibt er in seinem Leben stehen und lernt kaum etwas dazu. Außer, wie man gut vortäuscht.

Und: Seine Mitmenschen merken sehr wohl, dass etwas nicht stimmt, denn er kommt in sehr viele Situationen, die ihn überfordern, und dann wird er nervös, fahrig, weicht Blicken und Fragen aus.

Er versagt dann am meisten, wenn es darauf ankommt. Und darunter leidet er, darf das aber wiederum nicht zeigen, um sein Selbstbild aufrecht zu erhalten. Das kann zu starken seelischen Belastungen führen.

Echtes Selbstbewusstsein bedeutet, sich seiner Schwächen genauso bewusst zu sein, sie anzunehmen, sich selbst trotzdem anzunehmen. Und auch, die „Schwächen“ zu beheben, die für das eigene Leben wichtig sind. Stellen Sie sich also sich selbst, nehmen Sie sich an und verändern Sie sich aus Ihrer Selbstliebe heraus.

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One Comment on “Die 7 schlimmsten Fehler beim Selbstbewusstsein aufbauen
  1. Ein sehr lesenswerter Artikel, der zeigt, wie man Selbstbewusstsein auch falsch aufbauen kann. Beispielsweise den Dominator zu spielen oder andere nieder zu machen wird von vielen Leuten fälschlicherweise als starkes Selbstbewusstsein angesehen, ist jedoch Zeichen mangelnden Selbstwertgefühls. Wirkliches Selbstbewusstsein entsteht dann, wenn man sich seiner Schwächen bewusst wird, sie annimmt als ein Teil von sich und sich dann auf die positive Veränderung konzentriert. Dazu gehört eine Selbstbewusste Körpersprache genauso, wie die Arbeit an seiner inneren Einstellung.

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